> Flora - Coming into Being
Fotographien von Nanni Schiffl-Deiler
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im Rahmen von
"Grundstein 2/26 - MUSAO - Museum auf Abwegen Ottakring"



opening: sa. 26. sept. 2026 ab 18 h
ausstellungsdauer mi. 30. sept. - sa. 10. okt. 2026
öffnungszeiten: mi.- sa. 16 - 20 h
finissage: sa. 10. okt 2026, ab 16 h

Flora - Coming into Being

Samen - Neubeginn und verborgenes Potenzial

Pflanzen sind die Pioniere auf unserer Erde. Seit fast 500 Millionen Jahren machen sie unseren Planeten fruchtbar.
Von der gesamten irdischen Lebensmasse sind99,7 Prozent Pflanzen. Als soziale Wesen leben sie in Gemeinschaften und nutzen ihre
Intelligenz für komplexe Problemlösungen. So interagieren sie mit anderen Pflanzenarten, Tieren und uns Menschen.

Die Menschheit könnte nur ein paar Wochen ohne die Pflanzenwelt überleben. Alles Wissen des pflanzlichen Lebens ist im Samen enthalten und keimt erst,
wenn der richtige Zeitpunkt für das Wachstum gegeben ist.
Wir werden mehr über uns erfahren, wenn wir der floralen Welt mit Interesse, Respekt, aber auch Zuneigung begegnen.

Nanni Schiffl Deiler beginnt ihren neuen Werkzyklus /Flora /mit Fotografien von Samen ihrer eigenen Sammlung, die seit vielen Jahren auf Reisen wächst.
Sie möchte sich so den pflanzlichen Wesen mit ihrem unerschöpflichen Lebenswillen nähern. Und dabei auch sich selbst.


Veranstaltungen in der galerie wechselstrom:

03. okt. 2026, 20 h 

Korrespondenzen - Ludwig Steinherr und Rudolf Kraus

Ludwig Steinherr liest aus "Zur Geburt einer Ming-Vase" und "Gottes Nähmaschine"
Rudolf Kraus liest aus "wenn ich am morgen schon abends" und "mit zwei zungen"

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Ludwig Steinherr



Zu "Gottes Nähmaschine":
"Ludwig Steinherr ist ein fabelhafter Augenblicksverdichter. Mit nie nachlassender Neugier schöpft der Schriftsteller seine Gedichte aus ganz alltäglichen
Beobachtungen. Beiläufig im Ton und unaufdringlich zieht er daraus ... seine Schlüsse, liefert seit vielen Jahren mit seiner Lyrik federleichte
Denkanstöß*[SÜDDEUTSCHE ZEITUNG]

Zu "Zur Geburt einer Ming-Vase":
"Gedichte, die man sich hinter den Spiegel stecken möchte, um täglich daran erinnert zu werden, welche Qualität möglich ist."[DAS GEDICHT Blog]


Ludwig Steinherr *1962, lebt als freier Schriftsteller in München. Er hat zahlreiche Gedichtbände veröffentlicht, aber auch Romane,
Novellen und Theaterstücke. Seine Werke wurden vielfach übersetzt und ausgezeichnet.
Zuletzt erschienen von ihm beim Allitera Verlag der Roman /Das Karussell an der Piazza della Repubblica/ (2025) und der Gedichtband /Gottes Nähmaschine/(2026).

https://www.ludwigsteinherr.com/



Rudolf Kraus



Rudolf Kraus überschreibt seine Gedichte mit dem schönen Zeitschieber-Satz:
„wenn ich am morgen schon abends“. Das lyrische Ich scheint die Gedanken nachhaltig zu fassen, zumindest für einen ganzen Tag sollten sie Gültigkeit haben.
Mit dieser Tagesklammer zwischen „am Morgen und abends“ ist auch die Thematik abgesteckt, das lyrische Ich wirft den Tag an und lässt den Gedanken freien Lauf.
In
dieser lyrischen Zentrifugalkraft schleudert sich das Poetische erst in den Abend hinein, wodurch das Gedicht zu einem harmonisierenden Abschluss kommt.
Die knapp sechzig
Gedichte sind als kurze, beinahe aphoristische Statements auf das Papier gesetzt, im Layout haben sie etwas von der visuellen Lyrik an sich.
Man sieht quasi dem Entstehen zu,
wenn graphisch Zeichen sich über die Seite schlängeln wie eine Bakterienkultur in der Petrischale bei Idealtemperatur. [Lesen in Tirol]

Rudolf Kraus reduziert seine Gedichte seit jeher klug auf Wesentliches, manchmal ironisch verspielt und nicht selten mit einem melancholischen Unterton:
„und plötzlich / merkst du / wie einsam du bist //
die erinnerungen / an menschen / die nicht mehr /
unter uns sind / sind beinahe / deine gegenwart //
mit ausnahme / jener momente / die unbeschreiblich sind.“

Im ähnlichen, sohin gemeinsamen Ton verbinden sich die Gedichte aus zwei unterschiedlichen Sprachen von zwei eigenständigen Dichtern zu einem
wunderbaren, poetisch verbundenen Gemeinschaftswerk. [Bücherschau]


Rudolf Kraus * 1961 Wr. Neustadt, aufgewachsen in Bad Fischau-Brunn (NÖ.),
lebt als Schriftsteller und Bibliothekar i.R. in Wien.
Mitgliedschaften: PODIUM, GAV, Ö.D.A., ÖSV/AWA.
www.rudolfkraus.at

Zuletzt erschienen: /"Ludwigs Tagebuch"./Verlagshaus Hernals, 2026./
"wenn ich am morgen schon abends/". Gedichte. Verlagshaus Hernals, 2025./
"mit zwei zungen"./ Gedichte von Mehrzad Hamzelo und Rudolf Kraus.
Deutsch-Farsi. Wien: edition.fabrik.transit, 2025.


 mit freundlicher Unterstützung von Stadt Wien Kultur



copyright fotos: nanni schiffl-deiler, ludwig steinherr, walter pobaschnig                                                                                                               

 




gemeinsam mit MUSAO 2026, einer kooperationen der galerien und kunsträume in der grundsteingasse

gesamtprogramm unter:

www.grundstein.at

galerie wechselstrom, grundsteing.44-46, a-1160 wien  

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